Warum schreibe ich nicht mehr so unbeschwert und warum schreibe ich nicht mehr so häufig.
Klar, ich hab auch nicht sp viel Zeit. Und die Zeit, die ich habe, verbringe ich lieber mit einem guten Gespräch, einer helfenden Hand oder auch nur um mit meinen Mädls Pride and Prejudice zu gucken. Aber auch etwas anderes.
Ich hab mir schon immer wahnsinnig viele Sorgen gemacht. Schon die Zeit vor Loppiano habe ich mir ja dadurch erschwert, dass ich mir ständig Gedanken über Dinge gemacht habe, die ich nicht beeinflussen konnte. Schon in der Schule war das so. Gerade in der Kollegstufe gab es Zeiten, da hatte ich keine Lust aufzustehen, weil ich Angst hatte, unvorbereitet über den Unterrichtsstoff abgeprüft zu werden, Erwartungen zu enttäuschen, kurz: zu scheitern. Und nach meinen ersten unbeschwerten Wochen hier, ist das wieder auf mich zurück gekommen.
Nicht, weil dazu irgendein Grund bestünde. Nein. Wenn am Donnerstag kein Salat mehr da ist, obwohl er eigentlich noch bis zum Ende der Woche reichen sollte, dann sage ich Bescheid und dann wird halt Neuer geholt. Trotzdem habe ich jetzt schon Angst, dass nächste Woche die Milch nicht ausreicht. Ist das nicht verrückt? Und das bedrückt und besorgt mich wirklich. Das macht das Leben (überall) so viel schwerer als es eigentlich sein müsste. Ich bin so beschränkt darauf, dass ich auch nicht sehe, dass man ja einfach auch neue kaufen kann oder einfach irgendwie anderes über die Runden kommen kann. Das ist kein Problem, das hier auftaucht. Es ist in mir drin. Für mich ist das mangelndes Vertrauen in Gott. Denn wenn ich Christin bin, dann kann ich darauf vertrauen, dass Er für mich sorgt und wenn nötig auch ein Wunder für mich vollbringt. So in der Theorie, aber in mir ist das noch nicht angekommen. Und da hilft es nichts, wenn alle Leute mir ständig sagen: Aber du musst dir doch keine Sorgen machen. Ich mach sie mir nämlich.
Und hier lerne ich gerade, dass das nicht nötig ist. Das ich nur im Augenblick schauen muss, dass ich die Dinge so gut mache wie möglich UND (und das ist vielleicht das wichtigste) für die anderen. Und dann wird Gott den Rest machen. Das klingt so versponnen christlich für mich pragmatisch und sekularisierte Deutsche, dass ich das hier erst lernen muss. Und das ist einfach gar nicht so leicht. Wie alles, was man schon lange macht und dann versucht zu ändern.
Da stecke ich gerade drin. Deshalb ist das nichts, worum man sich Sorgen machen muss oder so, aber ich möchte hier nicht aufgesetzt "glücklich" reinschreiben, wenn ich gerade in etwas drinstecke, was gut für mich ist, aber deshalb nicht umso weniger anstrengend.
Mmm... Elisa hat Cafe gemacht.. da sag ich nicht Nein :)
Und danach Piscina und wir essen in der Schule für die Fokolarinnen heute abend :)
Da freu ich mich schon drauf.
hihi
Auf bald. Hoffentlich ;)
Becci
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